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von Christof Heyden
Kutschen und Traktoren erobern die Industriestadt
Kutschen und Traktoren erobern die Industriestadt
Chemnitz. Thomas Günther ist bereit- mit Hupe und Oelkanne ausgerüstet, wird er die chromblitzenden Vehikel des Chemnitzer Oldtimerclubs durch das Festgetümmel lenken: Der Festumzug zu den Tagen der Industriekultur in Chemnitz ist im Gange. Mit Dutzenden bewegten Bildern mit ungezählten originalen Schaustücken erinnern Bürger der Stadt an die aufstrebende Wirtschaftszeit im „sächsischen Manchester".

 



„An der Schwelle des 20. Jahrhunderts waren es rauchende Schlote, die zur ersten wirtschaftlichen Blüte der Stadt Chemnitz führten", haben die Organisatoren Vereine, Institutionen und Firmen zum Mitmachen eingeladen.

In jener Zeit entstand auch das Neue Chemnitzer Rathaus, welches 2011 seinen 100. Geburtstag feiert. Mit den Tagen der Industriekultur soll auch an die wirtschaftliche Hochphase der Stadt um 1911 erinnert werden. Chemnitz wurde zu einer der reichsten Städte Deutschlands und zum Anziehungspunkt für Erfinder, Techniker und Künstler.    
Für drei tage ist die Chemnitzer Innenstadt Schauplatz für Industrial Art mit Varieté, Artistik und Bandoneon-Orchester. Die Spätschicht in den Industrieunternehmen, der Gründerzeitmarkt, der historische Festumzug und die laden ein. (PM/HY)



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