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von Christof Heyden
Museen locken vom TV-Sofa weg
Museen locken vom TV-Sofa weg
Chemnitz. Die 13. Museumsnacht in Chemnitz dürfte rekordverdächtig werden. An insgesamt 28 Standorten luden heute Abend Museen, Sammlungen, Galerien und Einrichtungen Besucher ein. Und die folgten der Einladung in Massen. Ungeachtet des Gewitterregens und der Entscheidung in der Fußball-Bundesliga strömten alle Generationen in die Musentempel. Um in diese zu gelangen, waren fast durchweg Wartezeiten in Kauf zu nehmen.
Auf der diesjährigen Tour erwartete die Besucher ein buntes Programm mit über 50 Ausstellungen und über 100 einmaligen Angeboten.  Das „Besondere Angebot" der Chemnitzer Museumsnacht stand unter dem Motto „Zur jüngeren Geschichte des vorderen Kaßbergs: Von Stasiwillkür zu entfesselter Kultur". Dies wurde an drei Standorten präsentiert: im Gebäude der ehemaligen Haftanstalt der DDR-Geheimpolizei (MfS), wo sich der Verein Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis engagiert, im Haus Arthur sowie im Schmidt-Rottluff-Gymnasium. Bis zu drei Stunden warteten die Unternehmungslustigen, das Zellengebäude von Innen sehen zu dürfen.  

Im Haus TIETZ konnte die brasilianische Kampfkunst Capoeira live erlebt werden. Das Museum für Naturkunde lud zur Entdeckungstour durch den versteinerten Wald ein und die jungen Nachwuchswissenschaftler der AG Insektenkunde stellten sich und ihre Arbeit vor.
An den unterschiedlichen Standorten der Kunstsammlungen Chemnitz erwartete die Besucher zur Museumsnacht ein vielfältiges Programm mit Führungen durch die Ausstellungen: Im Haus am Theaterplatz waren die berühmten Bilder der Peredwischniki viel frequentierter Anziehungspunkt, die Wartezeit wurde mit Musik der Eberhard-Pilz-Combo verkürzt. (HY/PM)


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